Freitag, 27. Februar 2015

Einladung zur Silberhochzeit


Liebe Freunde,
 
vielleicht hat so mancher von Euch fürs Wochenende eine Einladung bekommen - zu einer  größeren Geburtstagsfeier, einem Jubiläum oder einem Firmenfest.
 
Dann kennt Ihr vermutlich auch die Probleme, die Verena und Martin haben, bevor sie zur Silberhochzeit ihrer Freunde aufbrechen können...
 
Viel Spaß beim Lesen meiner Freitags-Geschichte!
  
 
 
Einladung zur Silberhochzeit


"Sag mal, musst Du eigentlich 45 Paar Schuhe horten? Die ziehst Du doch nie wieder an!" Kopfschüttelnd stand Martin vor der offenen Türe zur Abstellkammer. In den wandhohen Regalen türmten sich die Schuhe seiner Angetrauten - ohne Kartons. Auf diese Art passten noch mehr hinein.  Sandalen, Pumps, Stöckelschuhe mit Pfennigabsätzen, in allen Farben des Regenbogens. Vier Paar Turnschuhe. Dazwischen - ineinandergesteckt - Badelatschen und Birkenstocks. Seine eigenen Schuhe passten auf ein einziges Regalbrett - nebeneinander. "Du hast die Stiefel vergessen" antwortete Verena trocken. "Die sind in einer Kiste auf dem Dachboden". 
"Dass Ihr Frauen aber auch immer so übertreiben müsst" schimpfte Martin. Mindestens 20 Handtaschen hast Du ja auch!"
 
Verena zog es vor, keine Antwort zu geben. Es hätte sowieso nichts genützt. Kein Mann würde je verstehen, dass Turnschuhe zum Rock nur ganz junge Mädchen tragen können, platte Sandalen auf dem Tanzparkett wenig attraktiv wirken und Stilettos bei der Gartenarbeit eher hinderlich sind... Genauso wenig, wie man einen City-Rucksack zum Abendkleid trägt oder zum Wandern mit einem Beutelchen geht, das schon  mit Handy, Tempos und Geldbeutel restlos überfordert ist.
 
Die meisten Männer erachteten - wie Martin - ein Minimum an Klamotten für ausreichend, um überall "auftreten" zu können.  Morgens wurde die Lieblingshose aus dem Schrank geholt - vorzugsweise die bequeme Cordhose mit den abgewetzten Knien. Ab und zu durfte auch mal die alte Jeans an die frische Luft. Halb so schlimm, dass die Hosenbeine durchs Waschen schon etwas kurz waren - die stopfte man dann halt in die Holzfällerstiefel, und fertig.
Für längere Ausflüge wurde die Cargohose aktiviert - die mit den vielen Taschen, in denen man vom Handy über Kopfschmerztabletten, Blasenpflaster, Stirnband, Ersatz-Schnürsenkel und Taschenlampe bis hin zum Mini-Schraubendreher nahezu  alles unterbringen konnte. Dazu ein Karohemd,, oder - der Abwechslung wegen - eins mit Streifen, Jacke obendrüber, und man war für den Tag gerüstet. In diesem Outfit konnte man  mit dem Hund Gassi gehen, drei Runden um den Weiher im Stadtpark joggen und anschließend ins Büro marschieren - sofern man nicht gerade Banker oder Aufsichtsratsvorsitzender war. Mittagessen mit der Liebsten beim Italiener, Nach Feierabend Shopping in der Innenstadt, und wenn es sein musste, am Abend in die Oper - alles kein Problem.

Die Frauen dagegen verbrachten - nach Ansicht Martins und seiner Leidensgenossen - die meiste Zeit des Tages damit, sich umzuziehen, neu zu schminken, die Fingernägel anders zu lackieren und den ganzen Müll, den sie ständig in ihren Handtaschen herumschleppten, von einer Tasche in die andere zu räumen. Man konnte beim Friseur schließlich nicht im gleichen Outfit erscheinen wie beim Kaffeeklatsch mit der Lieblingsfreundin. Auf die Shopping-Meile in Jeans? Um Himmels Willen! Und selbst der Besuch bei Tante Olga im Seniorenstift erforderte es, dass man vorher die Kleidung wechselte. Von den abendlichen Vergnügungen wie Partys, Theatervorstellungen oder Rockkonzert noch gar nicht zu reden...

 Martin wurde in seiner philosophischen Betrachtung der Frauen- und Männerwelt unterbrochen, weil Verena nach ihm rief. Er fand sie im Schlafzimmer, auf der Leiter stehend, den Kopf im obersten Regal ihres Kleiderschranks. "Was suchst Du denn da oben so verbissen?" fragte er interessiert. "Mein rotes Top" kam es dumpf zurück. "'Und was willst Du damit?" "Anziehen, natürlich". Ruckartig tauchte Verenas Gesicht auf. In ihren Haaren hing ein weißer BH, der sich mit seinen Häkchen irgendwie in den allmählich grau werdenden Locken verfangen hatte. Das eine Körbchen baumelte über ihrem linken Auge. "Also, eigentlich dachte ich  immer, das Ding soll was anderes halten - trägt man das neuerdings SO?"  Martin konnte nicht anders. Der Anblick war derart komisch, dass er sich dass Lachen nicht verbeißen  konnte und loswieherte. "Idiot!" Verena schäumte vor Wut.   "Hilf mir lieber mal, das Teil wieder loszuwerden" Immer noch lachend, half Martin seiner einäugigen Frau, von der Leiter zu klettern. Vorsichtig befreite er sie von dem unpassenden Dessous. 

"Und was für ein Anlass steht uns ins Haus, weil Du jetzt das Seidentop brauchst?" wollte er wissen. "Miriam und Bernd haben uns zu ihrer Silberhochzeit eingeladen, am kommenden Samstag, schon vergessen?"  Verena, nun wieder mit beiden Augen sehend,  hatte sich zum Glück wieder beruhigt. "Ich will meinen schwarzen Hosenanzug anziehen, den mit den roten Streifen, Du weißt schon. Und dazu passt eben nur dieses Top". Sie machte Anstalten, wieder auf die Leiter zu klettern, um ihre unterbrochene Suche fortzusetzen. 

"Ach - übrigens" sagte sie auf der vorletzten Stufe - "ich muss morgen unbedingt in die Stadt. Zu dem Hosenanzug brauche ich rote Pumps!"

  

©   Christine Rieger

Dienstag, 24. Februar 2015

Wintersturm


Reizwortgeschichte  
Altkleider - Hund - bunt - grollen - elend

Sie hatte die ganze Nacht nicht geschlafen und fühlte sich ziemlich elend, als sie sich aus dem Bett  quälte. Der Rücken tat ihr weh, und scheußliche  Kopfschmerzen hatte sie auch. Aber es half nichts - der Hund wollte ins Freie. Sie wusch ihr Gesicht mit eiskaltem Wasser, um den Kreislauf anzukurbeln, schlüpfte in ihren alten Jogginganzug und die ausgelatschten Turnschuhe und nahm die Hundeleine, die griffbereit über der Türklinke hing. Freudig sprang der Terrier, der auf den Namen „Elvis“ hörte und im Gegensatz zu seinem Frauchen um diese Zeit schon putzmunter war, an ihr hoch, um ihr das Gesicht abzulecken.

Normalerweise ging Hartmut morgens mit dem Hund nach draußen. Aber ihr Mann lag seit vorgestern mit einer schweren Grippe im Bett, aus dem er sich nur heraushievte, um zur Toilette zu gehen. In der letzten Nacht hatte er sie mit seinem Husten und Stöhnen wachgehalten, hatte abwechselnd nach Tee, Hustentropfen, Aspirin und heißer Milch mit Honig verlangt. Gegen vier Uhr morgens hatte sie obendrein sein völlig durchgeschwitztes Bett neu bezogen. Kein Wunder, dass sie sich heute fühlte, als wäre sie unter einen Güterzug geraten...


Foto: © Christine Rieger
Dicke Schneeflocken und ein eisiger Wind schlugen ihr entgegen, als sie die Haustür öffnete. Schleunigst ging sie noch einmal zurück, um ihre wasserdichte Winterjacke über den Jogginganzug zu ziehen  und sich einen Wollschal um den Hals zu wickeln. Ihre gestrickte Mütze konnte sie in der Eile nicht  finden. Kurzerhand setzte sie sich den bunten Mexikanerhut auf, den Hartmut neulich beim Faschingsball getragen und noch nicht wieder aufgeräumt hatte. Sie sah aus, als hätte sie ihre Klamotten aus der Altkleidersammlung zusammengesucht. Aber das war ihr egal. Erstens war es draußen sowieso noch finster, und  zweitens konnte sie es sich nicht leisten, jetzt auch noch krank zu werden.

Ungeduldig zerrte der Terrier an der Leine. Er fror auch und wollte sich warmlaufen. Babs hatte Mühe, ihn zu halten. Nach fünfzig Metern bog sie links ab, um in den Wald zu kommen, wo es nicht nur windstill war, sondern auch der Hund ungestört sein Geschäft verrichten konnte. Doch so weit kamen sie nicht. Sie waren kaum um die Ecke gebogen, als der Terrier abrupt stehen blieb und - die Nase am Boden - zu winseln begann.

„Was ist denn los, Elvis“ fragte Babs. Doch dann sah sie es auch schon. Direkt neben der Bushaltestelle lag auf dem Gehsteig eine reglose Gestalt. Ein Mann, soweit sie sehen konnte. Aufgeregt schnüffelnd sprang der Hund um ihn herum, stupste sein Frauchen mit der Schnauze an und jaulte.

Babs beugte sich zu dem Mann hinunter. Verletzt schien er nicht zu sein, soweit sie in dem diffusen Licht der Haltestellenbeleuchtung erkennen konnte. Aber er rührte sich nicht. Er gab auch keine Antwort, als sie ihn ansprach. Vielleicht war er betrunken? Aber nein - dann hätte sie die Alkoholfahne riechen müssen. Schlaganfall? Herzinfarkt? Der Puls an der Halsschlagader war ganz schwach zu spüren. Immerhin, er lebte!

Babs langte in ihre Jacke und angelte ihr Handy heraus. Was für ein Glück, dass sie es - ganz gegen ihre Gewohnheit - gestern Abend nicht aus der Tache genommen und ausgeschaltet hatte! Sie drückte die Notruftaste, und während sie darauf wartete, dass am anderen Ende der Leitung jemand abnahm, hörte sie es von Ferne grollen. Es klang, als wäre ein Gewitter im Anzug. Mitten im Winter! Das fehlte ja gerade noch!  Hastig schilderte sie dem Mann an der Notrufzentrale die Lage, nannte ihm die Straße und bat ihn, einen Krankenwagen  zu schicken. Dann zog sie ihren Anorak aus, um den Verletzten damit zuzudecken. Mehr konnte sie im Moment nicht tun.

Es dauerte nur wenige Minuten, bis sie das Martinshorn hörte und mit kreischenden Bremsen ein Sanka neben der Bushaltestelle hielt. Gleich dahinter folgte der Notarzt. Aber diese kurze Zeit hatte schon genügt, sie vollkommen durchfrieren zu lassen.  Sie klapperte vor Kälte mit den Zähnen. Während der Notarzt und einer der Sanitäter sich um den Bewusstlosen kümmerten, half ihr der andere in ihre Jacke und  wickelte sie obendrein in eine Rettungsdecke. „Sie sollten jetzt nach Hause gehen und sich unter die Dusche stellen“ riet er Babs. „Und er?“ fragte sie mit einer Kopfbewegung in Richtung des am Boden liegenden Mannes. „Machen Sie sich keine Sorgen, wir bringen ihn ins Krankenhaus. Dort ist er in guten Händen. Und jetzt - ab ins Warme mit Ihnen, sonst landen Sie dort auch noch! Er wandte sich um und ging seinem Kollegen zur Hand, den Bewusstlosen auf eine Trage zu heben und festzuschnallen.
Kurz danach fuhren beide Autos mit Blaulicht und Martinshorn davon, in Richtung Klinikum. 

Babs machte sich auf den Heimweg. Sein Geschäft musste Elvis heute im Garten verrichten...

   

© Christine Rieger
Weitere Geschichten bei:


Dienstag, 17. Februar 2015

Der Sonntagsspaziergang

Reizwortgeschichte  
Feder - Birke - bunt - suchen - verstehen
  Der Sonntagsspaziergang



Foto: © Christine R.



 
  „Immer diese blöden Spaziergänge am Sonntag“ maulte Bettina. „Ich habe keine Lust, im Wald herumzurennen! Da gibt’s doch jetzt gar nichts zu sehen!“ „Im Wald gibt es immer etwas zu sehen. Man muss nur die Augen aufmachen“  belehrte Monika ihre Tochter. 
„Ich will aber trotzdem nicht! Bockig warf  die Fünfjährige ihren Anorak auf den Boden. „Draußen ist es kalt und dreckig, und ich will lieber hier drin bleiben und mit Opa spielen!“ „Opa geht aber auch mit“ ertönte eine fröhliche Stimme von der Treppe. „Schau, ich bin sogar schon angezogen!“ Friedrich Hartmann war kaum wiederzuerkennen Er trug eine dicke, gesteppte Holzfällerjacke, Pelzstiefel und eine pelzgefütterte Russenmütze, die er in der Nachkriegszeit irgendwo ergattert hatte, und die er hütete wie seinen Augapfel.  Die Seiten waren über die Ohren heruntergeklappt und das Ganze unter dem Kinn zusammengebunden. Außer der Nase und Opas Brille war von seinem Gesicht nicht viel zu sehen. Opa sah aus wie ein Eskimo.
Nun musste auch Tina lachen. DAS war natürlich etwas anderes. Wenn Opa auch mit spazieren ging, wurde es bestimmt nicht langweilig! Sie klaubte ihren Anorak vom Boden auf und ließ sich von ihrem Opa hineinhelfen. Dann schlüpfte sie in ihre Winterstiefel, setzte die bunte Strickmütze mit der lustigen Bommel auf, die das Christkind ihr gebracht hatte,  und marschierte zur Türe. Ihre Mutter und Opa Friedrich folgten ihr. Papa konnte leider nicht mitkommen - er war erst am Morgen von seiner nächtlichen Taxi-Schicht nach Hause gekommen. Nun lag er im Bett und schlief, denn am Abend musste er wieder los.
In den letzten Tagen war es ausgesprochen trüb und nasskalt gewesen. Aber heute schien - endlich - wieder einmal die Sonne. Kalt war es zwar trotzdem, aber immerhin sah die Welt mit ein bisschen Sonnenschein viel freundlicher aus.
„Opa, können wir schon Ostereier suchen?“ fragte Tina begierig, als sie den Wald erreicht hatten. „Nein, Tina, da musst Du schon noch ein Weilchen warten! Du weißt doch, jetzt haben wir erst mal Fasching. Nächste Woche ist Aschermittwoch, und dann fängt die Fastenzeit an. Die dauert 40 Tage, und wenn sie vorüber ist, dann darfst Du Ostereier suchen!“ „Och, das ist ja noch soooo lange“ meinte Tina enttäuscht. „Weißt Du was? Wir schauen uns einfach mal um, vielleicht finden wir ein paar schöne Zutaten für ein Frühlingsgesteck“ schlug Opa Friedrich vor, um seine Enkelin abzulenken. „Gute Idee“ stimmte Tinas Mutter zu. „Der Tisch im Wohnzimmer sieht momentan arg kahl aus!“ 
Die drei verließen den Waldweg und schwärmten rechts und links davon ins Gebüsch aus. Schon nach wenigen Minuten blieb Opa Friedrich neben einer dicken Birke stehen und deutete auf eine große schwarzglänzende Feder, die neben dem Stamm lag. „Schau mal, die ist von einem Raben, oder von einer Krähe“ sagte er zu Tina. „Vielleicht hat der Vogel oben in der Birke sein Nest? Aber - nein, dazu ist es wohl noch zu früh, wir haben ja erst Februar!“ Er bückte sich und hob die Feder auf. Für ein Frühlingsgesteck war sie zwar nicht unbedingt das Richtige - aber vielleicht konnte man sie ja irgendwann zum Basteln gebrauchen. 
Opas Blicke schweiften hierhin und dorthin, und überall entdeckte er etwas, das er verwenden konnte. Einen abgebrochenen Zweig mit absonderlich geformten Verästelungen. Vertrocknete Disteln. Ein Ästchen, an dem noch rote Hagebutten hingen. Lange Efeuranken mit dunkelgrünen Blättern. Einen struppigen Kiefernast mit drei braunen Zapfen. Weiße Beeren, die mit einem Knacken zerplatzten, wenn man darauf trat. Von einem Haselnussstrauch riss er einen Zweig ab, an dem schon die ersten gelben Blütendolden hingen. Auch Tinas Mutter war fündig geworden, und als sie den Heimweg antraten, reichte das gesammelte Material, um einen durchschnittlichen Blumenladen damit auszustatten. 
Fröhlich hüpfte Tina den Erwachsenen voraus. Vergessen war die Unlust, mit der sie den Sonntagsspaziergang angetreten hatte. Und als dann auch noch der Weiher mit dem Spielplatz in Sicht kam, war sie nicht mehr zu halten. Jauchzend flitzte sie auf den zugefrorenen Teich zu.



Foto: © Christine R.


Sie konnte nicht wissen, dass das Eis nicht dick genug war, um sie zu tragen. Entsetzt schrie Monika auf. Aber sie war zu weit weg, um irgend etwas zu tun. Hilflos musste sie zusehen, wie ihre Tochter  dem See immer  näher kam. 
„TINA, NEIN !!! NICHT AUF DAS EIS !!!“ 
Opa Friedrichs Stimme schallte wie die Posaunen von Jericho. Und erreichte seine Enkelin. Abrupt blieb Tina stehen - keine zwei Meter entfernt vom Ufer des Sees. Fragend - sich der Gefahr nicht bewusst - sah sie ihre Mutter und ihren Großvater an, die im Laufschritt herbeirannten.
„Warum schreist Du denn so, Opa?“ fragte sie unschuldig. „Auf dem Wasser ist doch Eis drauf!“  „Natürlich, Tina. Aber es ist sehr dünn - es hat in den letzten Tagen zwar gefroren, aber das Eis muss mindestens so dick sein. Er zeigte ihr mit Daumen und Zeigefinger eine Spanne von ungefähr 8 cm. Wenn es dünner ist, besteht die Gefahr, dass es bricht. Und wenn Du erst mal im Weiher liegst, kommst Du kaum mehr heraus, wenn Dir niemand hilft. Zumal das Wasser unter dem Eis sehr kalt ist, und das hält niemand längere Zeit aus!“ „Da, schau mal!“  Opa Friedrich nahm seine Enkelin bei der Hand und ging mit ihr direkt zum Ufer. Er hob einen abgebrochenen Ast auf und piekte damit direkt am Rand in den Teich. Das Eis war hier so dünn, dass es sich unter dem Druck des Prügels senkte und das Wasser nach oben gedrückt wurde. Erschrocken starrte Tina ihren Opa an. Da  hätte sie ja beinahe eine Riesendummheit gemacht! 
„Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass die Stadt keine Warnschilder aufgestellt hat! Monika hatte sich endlich von ihrem Schrecken erholt. „Haben sie ja. Dort drüben steht zum Beispiel eins“. Friedrich Hartmann deutete auf den seitlichen Uferbereich. „Nur sind es oft zu wenig - oder die Leute halten sie für übertriebene Vorsicht und setzen sich darüber hinweg!“
„ICH gehe ganz bestimmt nicht mehr aufs Eis“ versprach Tina. „Opa hat mir ja erklärt, wie gefährlich das ist!“ „Na, es ist ja gerade noch mal gut gegangen!“ Erleichtert strich Monika ihrer Tochter über den Kopf. „Und nun gehen wir nach Hause, trinken auf den Schrecken einen schönen Kaffee und danach basteln wir unser Frühlingsgesteck!“
„Du meinst - Ich bastle, und Du machst das Abendessen“ grinste Opa Friedrich. „Denk nur mal an Deinen missratenen Adventskranz!"  Schallendes Gelächter quittierte seine Worte, als sie sich einträchtig auf den Heimweg machten.
 
 © Christine Rieger

Weitere Geschichten bei:

Freitag, 13. Februar 2015

Die Premiere

Liebe Freunde meines Lesebuchs,

ab sofort gibt es von mir - damit die Zeit zwischen den Reizwortgeschichten nicht so lang wird - auch am Wochenende eine Geschichte.


Für alle, die mit Fasching nichts am Hut haben und statt dessen lieber ins Theater gehen: Heute  dürft Ihr mal einen Blick hinter die Kulissen einer Amateurbühne werfen.

Ich wünsche Euch viel Spaß! 


Die Bühne müsste um diese Zeit längst aufgebaut sein. In knapp zwei Stunden werden die Zuschauer eingelassen. Aber der Wagen mit den Kulissen und der Bühnenausstattung hängt im Stau. Mit einer halben Stunde Verspätung stoppt er endlich am Hintereingang zur Bühne.

Hektik bricht aus. Wie Ameisen rennen die Mitglieder der Theatergruppe treppauf, treppab, schleppen Paravents, Möbel, Koffer, künstliche Pflanzen, stapeln sie auf der Bühne. Andere bauen unter Anleitung des Technischen Leiters die einzelnen Teile zu kompakten Wänden zusammen, die auf der Rückseite am Boden festgeschraubt werden, damit sie im Eifer des Gefechts nicht umstürzen können.Die Frauen tragen Körbe mit Requisiten, Kostümen, Schminkzeug in das schäbige Kabuff, das sich hier "Künstlergarderobe" nennt. Blinde Spiegel, zwei, drei abgeschabte Stühle. In den Ecken stapelt sich Gerümpel. Aber sie sind eben keine Profis und müssen froh sein, überhaupt irgendwo auftreten zu können. Theater-Enthusiasten, das sind sie alle. Amateurschauspieler, die einen großen Teil ihrer Freizeit für ihr Hobby opfern. Sie verfügen weder über eine eigene Bühne noch über Annehmlichkeiten wie Garderobiere, Bühnentechniker, Masken- oder Kostümbildner - alles Selbstverständlichkeiten für Profis. Trotzdem haben sie es zu einigem Bekanntheitsgrad gebracht und viele Zuschauer kommen regelmäßig zu ihren Vorstellungen.

Heute geht es vor dem Auftritt noch chaotischer zu als sonst - und nicht nur wegen des hektischen Bühnenaufbaus. Das Theaterstück stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Nacheinander hatten fünf Schauspielerinnen das Handtuch geworfen. Wegen Krankheit, Umzug in eine andere Stadt, beruflichem Stress, Überforderung. Die letzte wegen Lustlosigkeit. Es grenzte an ein Wunder, dass man immer wieder Ersatz gefunden und unter diesen Umständen überhaupt eine Produktion auf die Beine gestellt hatte....

Auf der Bühne geht es immer noch zu wie im Ameisenhaufen. Flüche, Gelächter, Scharren von Möbeln, das Quietschen des Akkuschraubers. Irgend jemand stolpert über den geöffneten Werkzeugkasten. Mit lautem Geschepper kippt er um. Schrauben, Nägel, Zangen, Hammer, Schraubendreher verteilen sich auf dem Bühnenboden. "Verdammt nochmal, könnt Ihr denn nicht aufpassen" schreit Werner, der Techniker. "Du Trottel, musst Du auch Deinen blöden Kasten mitten in den Weg stellen?" keift Renate, seine Frau. Sie ist die "Graue Eminenz" des Vereins, und vor jeder Vorstellung ein Nervenbündel. Auch jetzt noch, nach mehr als 40 Jahren Bühnenerfahrung. Jeder, der nicht unmittelbar auf der Bühne zu tun hat, geht sicherheitshalber in Deckung. Man kann ja nie wissen.

"Wo ist Marianne? fragt plötzlich jemand. "Ist die denn immer noch nicht da?" "Ich hab eine SMS von ihr". Sie ist in zehn Minuten da - ihr Bus hängt auch im Stau!" Gott sei Dank! Marianne ist die Regisseurin. Heute muss sie obendrein soufflieren - ihre dazu verdonnerte Tochter (sie hätte lieber selber auf der Bühne gestanden), ist heute Morgen beim Fensterputzen von der Leiter gefallen, hat sich den Fuß verstaucht und liegt mit Kühlbandage zu Hause auf der Couch. In der "Künstlergarderobe" ähnliches Chaos wie auf der Bühne. Überall hängen Kostüme. Der Boden ist mit Schuhen, offenen Taschen, Körben übersät - Hindernislauf inbegriffen.

Noch eine Stunde Zeit bis zur Vorstellung.

Endlich trifft die Regisseurin ein. Zerzaust, verschwitzt, abgekämpft bahnt sie sich einen Weg durch das Durcheinander am Boden. Aufatmend lässt sie sich auf den einzigen noch freien Stuhl fallen. Greift nach einer Wasserflasche. Zum Trinken kommt sie nicht. "Marianne" ruft Werner von draußen "Komm schnell mal raus, und schau Dir die Bühne an". Seufzend zwängt Marianne sich durch den schmalen Bühnenausgang und nimmt das Werk in Augenschein. Eine Minute lang. "Menschenskind, Ihr habt die Türe auf der falschen Seite eingebaut" stellt sie entsetzt fest. "Die gehört doch links hin". "Schei......!" Werner schluckt den Rest gerade noch herunter. "Wir haben keine Zeit mehr! Ich bin froh, dass wir die Bühne gerade noch....."

Noch 45 Minuten. Die ersten Zuschauer belagern die Kasse.

"Na schön" unterbricht Marianne resigniert. "Das Publikum weiß es ja nicht, und die Schauspieler müssen eben umdisponieren". Sie kann heute nichts mehr erschüttern. Zurück in der Garderobe, erteilt sie ihrem Ensemble die entsprechenden Anweisungen.

Noch eine halbe Stunde. Die Klingel ertönt zum ersten Mal.

"Hilfe, Mädels, kann mir mal jemand die Krawatte binden?" Robert, der Hauptdarsteller. Seine Hände zittern vor Lampenfieber, er kriegt den Knoten nicht hin. Helga, seine Partnerin, erbarmt sich. "NEIN" ! Der nächste Hilferuf. Gerdi. Ihr Rock, für die Aufführung von ihrer Mutter ausgeliehen, und ihr eigentlich zu eng, ist geplatzt. "Zieh die Bluse oben drüber, dann sieht man es nicht" schlägt Marianne vor. Sie zaubert aus ihrem Rucksack zwei Flaschen Sekt hervor. Lauwarm. Sie trinken ihn aus Plastikbechern. Wenig stilvoll - aber was soll's.

Noch zehn Minuten. Das zweite Klingelzeichen.

Die Spannung hinter der Bühne ist fast mit Händen zu greifen. Die Darsteller nehmen ihre Plätze ein. Werner setzt sich ans Technikerpult. Marianne hockt auf dem Werkzeugkasten zwischen zwei Stellwänden, gut getarnt durch einen großen, künstlichen Ficus. Nur das winzige Lichtpünktchen ihrer Taschenlampe ist zu sehen. Durch den geschlossenen Vorhang dringt gedämpft das Murmeln der Zuschauer.

Die Glocke läutet zum letzten Mal. Im Saal wird es totenstill.

Der Scheinwerferkegel erfasst Renate. Im Unterhemd. Vor Aufregung hat sie vergessen, ihre Bluse anzuziehen....

Copyright: Christine Rieger

Dienstag, 10. Februar 2015

Urlaubsträume


Reizwortgeschichte  
 

Supermarkt - Sehnsucht - nähen - husten - keifen


Urlaubsträume

Samstagabend, gegen halb sieben. Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt war die Hölle los. Schon an der Einfahrt stauten sich die Autos bis auf die Straße. 

„Wie haben die Leute das nur früher gemacht, als die Läden wochentags ab 18.00 h dicht waren, und man sich am Samstag Nachmittag höchstens noch an den Tankstellen mit Getränken oder Knabbereien eindecken konnte?“
Kopfschüttelnd bugsierte Carmen ihren endlich erbeuteten Einkaufswagen durch das Gedränge am Eingang. Normalerweise ging sie um  diese Zeit nie einkaufen. Sie hatte ja tagsüber Zeit. Aber heute war diese außerordentliche Einkaufstour nötig. Vor einer halben Stunde hatte ihre Schwester angerufen. Sie war mit ihrem neuen Freund auf dem Weg in den Urlaub. Ihr Flugzeug startete erst morgen Nachmittag. Da war ihr eingefallen, dass sie doch wieder einmal ….
Carmen hasste diese spontanen Überfälle. Andererseits sah sie ihre Schwester nur noch sporadisch alle paar Monate. Naja, und - zugegeben - neugierig auf den neuen Freund war sie ja schon!

Sie schrak aus ihren Gedanken hoch, als sie plötzlich jemanden keifen hörte. Diese Stimme kannte sie doch! Ihre Nachbarin aus dem dritten Stock, die wieder einmal mit ihren beiden Töchtern herumschrie. Die Mädchen konnten einem wirklich leid tun! Nein, dieser Xanthippe wollte sie nicht begegnen. Nicht nur, dass diese Person eine grässliche Klatschtante war. Auch ihr Benehmen ließ - gelinde gesagt - sehr zu wünschen übrig. Es war ratsam, ihr so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen.  Eilig schob Carmen ihren Wagen weiter, bis sie einen gebührenden Abstand  von mehreren mannshohen Regalen zwischen sich und Olga Fischer gebracht hatte.

Endlich hatte sie alle Einkäufe beisammen und rangierte ihren Wagen Richtung Kasse. Doch dort stieß sie auf das nächste Hindernis. Der Stau an allen vierzehn geöffneten Kassen zog sich durch den halben Supermarkt. Na toll! Das bedeutete eine halbe Stunde Wartezeit. Mindestens!

Um sich die Zeit zu vertreiben, probierte Carmen in der Kosmetikabteilung, an der sie gerade festhing, verschiedene Parfüms. Nach dem sechsten gab sie auf. Von dem Zeug musste sie husten. Außerdem stank sie inzwischen wie eine von diesen Damen vom horizontalen Gewerbe …

Weiter vorangekommen war sie immer noch nicht. Vermutlich saß an der Kasse wieder eine Neue, die - gerade heute - angelernt wurde und sich anstellte wie die Kuh zum Seiltanzen. Manchmal war es wirklich zum Verzweifeln!  „Wäre ich doch bloß zu Hause geblieben“ dachte Carmen reuevoll.“ „Wir hätten ja auch zum Essen gehen können!“ Aber nun war es zu spät. Jetzt musste sie durch!

Nach einer geschlagenen Dreiviertelstunde hatte sie es endlich geschafft. Sie stand vor der Kasse, und nun wusste sie auch, warum heute überhaupt nichts vorwärts ging…

Direkt hinter den Kassen hatte irgendein Reisebüro einen Informationsstand aufgebaut. Carmen erinnerte sich, davon in der Zeitung gelesen zu haben, nur hatte sie sich dummerweise das Datum dieser Aktion nicht gemerkt - andernfalls wäre sie heute ganz bestimmt nicht hierher gefahren!  

Bunte Perlenketten, Holzschnitzereien, braune, golddurchwirkte  Vorhangschals, geflochtene Körbe, dicke Kissen und aus Gras geflochtene Körbe verliehen dem Stand etwas Exotisches.  Davor ballten sich die Kunden, die die Kasse bereits passiert hatten. Voller Sehnsucht blätterten sie in den Reiseprospekten, die am Stand aufgelegt waren. Dass sie dabei mit ihren kreuz und quer gestellten Einkaufswagen den Ausgang blockierten, schien ihnen gar nicht aufzufallen.

Hinter dem Tapeziertisch, der als Theke diente, saßen zwei Afrikanerinnen in ihren Stammestrachten. Auf dem Kopf trugen sie Turbane aus dem gleichen Stoff wie ihre Gewänder. Eine davon war damit beschäftigt, aus bunten Stoffen einen Kissenbezug mit afrikanischen Motiven zu nähen.

Carmen seufzte. Wie lange träumte sie schon davon, einmal nach Südafrika zu fliegen! An einem der sagenhaften Sandstrände zu liegen. Eine Safari durch einen der bekannten Wildparks mitzumachen. Oder in einer dieser Lodges Urlaub zu machen, wo man in afrikanischen Rundhütten unter einem Moskitonetz schlief und mit den Fingern essen musste…

Nur mühsam konnte sie sich aus ihren Träumen losreißen. So ein Urlaub kam für sie nicht in Frage. Viel zu teuer - und dann der weite Flug…

Rücksichtslos kämpfte sie sich zum Ausgang durch. Und das nicht nur, um endlich den verlockenden Angebotes des Reisebüros zu entkommen. Nein, irgendwo hinter ihr erschallte eine bekannte Stimme, die eine Salve der farbigsten Flüche, die nur aus irgendeiner Hafenkneipe stammen konnten, auf ihre beiden Töchter abfeuerte. Olga Fischer !!!




© Christine Rieger

Weitere Geschichten bei:



Dienstag, 3. Februar 2015

Reizklima


Reizwortgeschichte  


Neugier - Frieden - besichtigen - begreifen - wertschätzend  




Reizklima   

„Himmeldonnerwetter, nun lass mich endlich in Frieden! Du kannst einen ja wahnsinnig machen mit Deiner Neugier! Normas schrille Stimme war auf der ganzen Etage zu hören. „Und wenn Du Dich auf den Kopf stellst - es geht Dich nichts an, ob ich einen Freund habe oder nicht!“ „Blöde, arrogante Kuh“ schrie Sandra zurück. "Ab sofort kannst Du Deine verdammte Ablage selber machen!“

Eine Türe flog krachend ins Schloss. Metallene Pfennigabsätze hämmerten über den Parkettboden, eine weitere Türe schepperte. Dann war Ruhe. ENDLICH! Die beiden Firmenchefs - Violetta Ferrari und ihr Partner, Robert Lehmann,  atmeten  erleichtert auf. Der Sturm war vorüber. Bis zum nächsten Mal. 

„Also, so kann das nicht weitergehen! Ich schmeiße sie jetzt raus. Alle beide!“ Violetta, die ihr hitziges Temperament ihrer italienischen Großmutter verdankte und ihren rassigen Nachnamen durchaus zu Recht trug, warf den Füllhalter, mit dem sie ihre Post hatte unterschreiben wollen, so heftig auf den Tisch, dass die Tinte nach allen Seiten spritzte. Doch noch ehe sie die Tür erreicht hatte, war auch Robert, von eher ruhigem, schon fast phlegmatischem  Charakter, aufgestanden und hielt sie zurück.

„Du solltest Dir das gut überlegen, Violetta! Die beiden veranstalten zwar dauernd Zickenkrieg - aber sie sind so schnell nicht zu ersetzen. Das weißt Du ganz genau!“ „Und sie wissen es auch, und nützen es aus! Lieber Himmel, ich habe ja gewusst, dass eine Spedition kein Wellness-Tempel ist, aber so schlimm habe ich mir das auch nicht vorgestellt. Manchmal komme ich mir hier vor wie im Vorhof zur Hölle …“ 

Wie um ihre Worte zu bestätigen, ertönte in diesem Augenblick vom LKW-Parkplatz her ein lautes Hupsignal, gefolgt von kreischenden Bremsen und einem ohrenbetäubenden Krach. Metall schurrte über Metall, Autotüren klappten. Sekunden später schrien sich zwei Männer lautstark an. Zu verstehen waren sie nicht. Sie beschimpften sich auf Russisch.

„Oh nein! Boris und Viktor! Auch das noch!“ Robert sprang, ganz gegen seine Gewohnheit,  hektisch auf und lief -  nein - rannte zur Türe. „Ich gehe schnell runter, bevor sie sich die Köpfe einschlagen“ rief er über die Schulter zurück. „Außerdem muss ich den Schaden besichtigen - es hat sich angehört, als wären die beiden ineinander geknallt!“ Weg war er. 

Erschöpft ließ Violetta sich in ihren Schreibtischsessel fallen. Woran mochte es nur liegen, dass ihre Angestellten sich neuerdings dauernd in den Haaren lagen? Früher war das doch längst nicht so schlimm gewesen. Oder hatte sie es nur nicht bemerkt? Sicher, das Speditionsgeschäft war ein harter Job. Termindruck, ständige Hektik, Staus auf den Straßen, Vorschriften, die eigentlich gar nicht eingehalten werden konnten, wollte man die Aufträge alle erfüllen - das alles forderte seinen Tribut. Auch von ihr und Robert. Und trotzdem - warum konnten die Menschen nicht etwas rücksichtsvoller miteinander umgehen? Gab es denn nichts, was man zur Verbesserung des Betriebsklimas unternehmen konnte?

Tief in Gedanken schob sie die angehäuften Papiere auf ihrem Schreibtisch hin und her. Dass sie dabei die Tintenspritzer, die ihren Tisch verzierten, großzügig verschmierte, bemerkte sie nicht. Plötzlich fielen ihre Blicke auf einen Prospekt, der vor einigen Tagen mit der Post gekommen war, und den sie auf die Seite gelegt hatte, um ihn sich genauer anzusehen. Dann war er aber wohl unter die normalen Firmenunterlagen gerutscht und in Vergessenheit geraten. Unbewusst glitten ihre Augen über den Werbetext.



·        Könnte das Betriebsklima in Ihrer Firma besser sein?

·        Fragen Sie sich öfter, warum in Ihren Räumen ein   so    rauher Ton herrscht?

·        Sind Missverständnisse an der Tagesordnung?

·        Arbeiten Ihre Leute mehr gegen- als miteinander?

WIR HABEN EIN REZEPT, UM DAS ZU ÄNDERN!



Plötzlich aufs höchste interessiert, las Violetta weiter. Dies schien die Antwort auf ihr Problem zu sein. 

Wir bieten Ihnen und Ihren Mitarbeitern einen Wochenend-Workshop an:


„WERTSCHÄTZENDES MITEINANDER AM ARBEITSPLATZ“

Auf Wunsch findet dieser Workshop direkt in Ihrem Betrieb statt!

Auf der Stelle griff Violetta zum Telefon, um sich mit dem Anbieter des Kurses in Verbindung zu setzen. Vielleicht war DAS eine Chance. Ihre Angestellten mussten endlich  begreifen,  dass sie keine Kriegsgegner waren, sondern ein Team, das für ein gemeinsames Ziel arbeitete …

  

© Christine Rieger

Weitere Geschichten bei: